• Forgotten Heritage

    Interaktive Online-Anwendung, 2018

    Forgotten Heritage ist eine visuelle Datenbank von Kunstwerken und Künstlern der Europäischen Avant-Garde. Mehrere Kunstarchive in Europa haben zusammen etwa 8.000 Einträge zusammengeführt und in ihren Zusammenhängen begreifbar gemacht. Interessierte können in die Welt von Avantgarde-Künstlern aus Polen, Estland, Kroatien, Frankreich und Belgien eintauchen, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewirkt haben. Dem Betrachter eröffnet sich ein anspruchsvoll gestaltetes faszinierendes Netz aus Werken, Künstlern und Wirkungsorten.

    Das Projekt ist eine Implementierung von The Visual Archive, eine von Plural entwickelte Technologie, die die Darstellung von digitalen Sammlungen und Datensets ermöglicht.

    Der Einsatz von Web-Technologien wie React.js, d3.js and pixie.js, ermöglicht eine neuartige Interaktion mit Archivdaten; so werden auch versteckte Verbindungen für den Besucher greifbar. Die Kuratierung der Inhalte erfolgt durch das Visual-Archive-Redaktionssystem, welches es sowohl professionellen als auch weniger technisch versierten Nutzern ermöglicht, auf einfache und intuitive Art große Datensätze zu bearbeiten.

    In Zusammenarbeit mit Marika Kuźmicz von der Fundacja Arton und Kilian Krug.

    Leistungen
    UI/UX-Design, Frontend-/Backend-/Datenbank-Entwicklung

  • 5.670

    Generative LED-Wall display, 2016

    Eine 17 x 5 m große LED-Wand ist das zentrale Element des neuen Firmenmuseums des Filterherstellers Mann+Hummel in Ludwigsburg. 5,670 Filterelemente sind auf monochrome LED-Elemente montiert. Ein umfassendes Audiosystem erweitert den Raum mit differenziertem Sound. Gegenstand der audiovisuellen Erfahrung sind Visualisierungen der Firmenkompetenzen, Standorte und Statistiken. Wörter aus Neon-Licht, die LED-Wand umgeben, bringen die Informationen in Kontext.

    Die von Markus Lerner entwickelte Steuerungssoftware erzeugt generative Echtzeit-Animationen, Balken- und Liniendiagramme sowie eine Weltkarte, die die globalen Präsenzen der Firma darstellt. Die Inhalte lassen sich über einen intuitiven Timeline-Editor bearbeiten und gestalten. Neben der DMX-Ausgabe für die LED-Wand steuert die Software auch den Sound und die Neon-Lichter.

    Die Animationen wurden in Zusammenarbeit mit TheGreenEyl, Berlin gestaltet.

    Gestaltung der LED-Wand: TheGreenEyl in Zusammenarbeit mit Holzer Kobler Architekturen. Medienplanung: Stefan Helling. Sound-Design: Ben Lukas Boysen.

    Leistungen
    Animation Design, Screen Design, Java/OpenGL/Shader-Programmierung, DMX-Steuerung

  • The Emirati National House

    Interaktive Karte der Vereinigten Arabischen Emirate, 2016

    Eine hochauflösende interaktive Karte wurde für den Pavillon der Vereinigten Arabischen Emirate bei der 15. Internationalen Architekturausstellung – la Biennale di Venezia – entwickelt.

    Sie bietet Einblicke in die Geographie der Emirate sowie die typologische Vielfalt der staatlichen Unterkünfte, auch bekannt als Sha’abi-(Volks-)Unterkünfte, die landesweit in den Emiraten eingeführt wurden.

    Mehrere Besucher gleichzeitig können Wohngebiete erkunden und Fotos betrachten, die die einzigartigen Charakteristika der Sha’abi-Häuser dokumentieren. Eine Übersichtskarte, auf der die aktuell gewählten Kartenausschnitte verortet sind, schafft generelle Orientierung innerhalb des Landes.

    Die staatlichen Unterkünfte wurden in den 1970er Jahren eingeführt, um einer fluktuierenden Bevölkerung ein Zuhause und moderne Annehmlichkeiten zu bieten. Architektonisch beruhen sie auf einer Hofmodell-Topologie, die auf traditionellen Vorläufern zurückgeht. Als sich die Bedürfnisse der Bewohner veränderten, fanden eine Reihe von Veränderungen statt: funktionelle, wie die Erweiterung um Räume, Vergrößerung der Wohnfläche und die Erhöhung der Außenmauern, um Privatsphäre zu gewährleisten, sowie ästhetische oder symbolische: das Ersetzen der Portale und der Neuanstrich der Außenwände. Diese Veränderungen führten zu einer visuellen Vielfalt, die sich von einem monotonen Äußeren distanziert.

    Die von Prof. Yasser Elsheshtawy kuratierte Ausstellung setzt es sich zum Ziel, den Diskurs der städtischen Unterkünfte in eine Richtung zu lenken, die auf dem alltäglichen Leben ihrer Bewohner basiert.

    Die Ausstellung ist geöffnet vom 28. Mai bis 27. November 2016.

    nationalpavilionuae.org
    labiennale.org

    Leistungen:

    Konzept & UI-Design, Medienplanung (65” 4K NEC-Multitouch-Display), Software-Entwicklung in ReactJS und OpenLayers

  • Travelscope

    A visual exploration of the travel freedom attached to passports, 2016

    The weight and the travel freedom attached to a passport vary drastically across nationalities. International visa-regulations are very complex and often non-transparent. They reflect the economical and geopolitical situations as well as the relationships of countries.

    This project aims to cast some light on these structures and make it easy to find out which countries an individual of a certain nationality can travel to without a visa or with visa on arrival. The destination country can be intuitively selected by clicking/tapping the map, via the live search field or by choosing it from the country list. In the "Visa-free sources" mode, you can alternatively explore the number of countries whose nationals can enter a specific country without a visa or with visa on arrival. The GDP and population modes are added for reference. Other modes can be implemented in the future.

    This web application features a responsive design which works across browsers, platforms and screen sizes, as long as WebGL is available. Since WebGL is now supported by iOS, it also works on recent iOS devices running iOS 8+. Recent Android versions are supported as well.

    Travelscope is listed at Chrome Experiments and has been selected an Official Honoree in The 20th Annual Webby Awards.

    Travelscope project

    Work
    Concept, UI Design, coding in HTML5 (Javascript/Three.js)

  • Hersbruck/Happurg

    Interaktiver Tisch am Dokumentationsort Hersbruck/Happburg, 2016

    Das zweitgrößte Außenlager des KZ Flossenbürg befand sich in der Stadt Hersbruck, wo 9.000 Häftlinge aus ganze Europa von Juli 1944 bis April 1945 gefangen gehalten wurden. Sie wurden gezwungen, im Berg Houbirg im benachbarten Happurg eine unterirdische Stollenanlage für eine Rüstungsfabrik zu errichten. Aufgrund der extremen Bedingungen im Lager und während der Zwangsarbeit starben 4.000 Häftlinge in Hersbruck und Happurg.

    Der Dokumentationsort Hersbruck/Happurg besteht aus zwei Ausstellungsmodulen, die aufeinander ausgerichtet sind: einer Medieninstallation in Hersbruck an der Stelle des ehemaligen Lagers und einer Freiluft-Ausstellung in Happurg, am ehemaligen Ort der Zwangsarbeit. Die Häftlinge mussten das ganze Jahr über 4,5 km zu Fuß zwischen diesen beiden Orten zurücklegen.

    Die Installation in Hersbruck zeigt eine 360°-Panorama-Animation der Umgebung von Hersbruck, die historisch relevante Orte in den Vordergrund stellt. Ein großer interaktiver Tisch zeigt die Namen aller 9.000 bekannten Häftlinge. Durch das Berühren der hervorgehobenen Namen können mehrere Besucher gleichzeitig 90 repräsentative Biografien von Häftlingen aus verschiedenen Ländern erkunden. Der interaktive Tisch wurde in Zusammenarbeit mit dem Büro Bertron Schwarz Frey gestaltet und entwickelt, welches für die Ausstellungsarchitektur beider Orte verantwortlich zeichnet.

    Weitere Informationen
    Presseerklärung des Bayerischen Landtags
    Ankündigung KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

    Orte
    Modul Hersbruck: Badstr. 145, 91217 Hersbruck
    Modul Happurg: Südring/An der Hunnenschlucht, 91230 Happurg

    Leistungen
    Screen Design, Java-/OpenGL-/Shader-Programmierung, Software-Edgeblending über mehrere Projektionen, Kinect-Tracking, Probeaufbau

  • Wortarbeit

    Installation mit sieben Touchscreens in der Grimmwelt Kassel, 2015

    Wörter sind nichts Feststehendes. Sie haben keine endgültig festgelegte Bedeutung. Sprache unterliegt einem ständigem Wandel, bis in die heutige Zeit.

    Das berühmte Deutsche Wörterbuch (1838–1854/1961) der Gebrüder Grimm schafft eine „Naturgeschichte der Wörter“, indem es sich eher auf die Verbindungen und Verkettungen der Wörter konzentriert als die Bedeutungen der einzelnen Wörter zu definieren.

    Die Installation „Wortarbeit“ in der neu eröffneten Grimmwelt Kassel unternimmt den Versuch, in Anlehnung an die Arbeit der Gebrüder Grimm die Wortassoziationen der Besucher zu erfassen.

    Mithilfe eines Sets von vorgeschlagenen Formeln (Wortverbindungen) muss der Besucher ein Wort durch ein anderes erklären. Es entsteht eine Kette, die sich ins Unendliche erweitert.

    Während einer der Touchscreens auf die Eingabe wartet, können die Besucher an den anderen Screens die Wortkette in verschiedenen Ansichten erforschen: chronologisch, alphabetisch, nach Häufigkeit und durch das semantische Netz, welches die Komplexität der Definitionen der Besucher offenbart.

    Die Besucher haben auch die Möglichkeit, eine unabhängige englische Wortkette zu erweitern.

    Die Installation wurde in Zusammenarbeit mit TheGreenEyl, Berlin gestaltet und entwickelt, die Medienplanung erfolgte durch Stefan Helling.

    Leistungen
    Screen Design, Java-/OpenGL-/Shader-Programmierung, Synchronisation mehrerer Terminals

    Fotos
    Markus Lerner

     

  • Mikro – Makro

    Interaktive Wandprojektion, 2014

    Für das ZEISS-Museum der Optik in Oberkochen wurde eine interaktive Installation realisiert, die es dem Besucher ermöglicht, die bekannten Größenordnungen interaktiv zu erforschen.
    Ein kontinuierlicher Zoom führt von der Planck-Länge (1,616199 × 10−35 m), über Atome, Mikroorganismen, Alltagsgegenstände, Ländern, Planeten, Galaxien bis hin zur Größe des aktuell beobachtbaren Universums (2,80 × 1026 m).

    Die Steuerung erfolgt über die Distanz der Person zur Projektionsfläche: Einzoomen durch Annäherung, Auszoomen durch Zurücktreten. Die Geschwindigkeit des Zooms kann durch Einsatz der Hände zusätzlich verstärkt oder reduziert werden.

    Die Umsetzung erfolgte in Zusammenarbeit mit TheGreenEyl (Konzept, Art Direction, Produktion).

    Leistungen
    Screen-Design, Java/OpenGL/Shader-Programmierung, Kinect-Tracking

  • Mendelssohn-Effektorium

    Virtuelles Orchester für das Mendelssohn-Haus Leipzig, 2014

    Das Mendelssohn-Effektorium ist ein virtuelles Orchester im Mendelssohn-Haus Leipzig. Die Entwicklung und Produktion erfolgte durch WHITEvoid. Markus Lerner wurde für Screendesign und Softwareentwicklung beauftragt.

    13 Lautsprecher mit vertikalen Displays sind hinter einem Dirigentenpult im Raum verteilt. Jeder dieser Lautsprecher repräsentiert eine Stimmgruppe. The Besucher wählt am Pult eines der Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy und kann nun das virtuelle Orchester, oder den virtuellen Chor, mit dem Taktstock dirigieren. Die Geschwindigkeit der Aufnahmen wird in Echtzeit angepasst. Stimmgruppen können einzeln gesteuert und verschiedene Raumsituationen aktiviert werden. Die Installation erlaubt außerdem den Vergleich von modernen und historischen Instrumenten.

    Die vertikalen Displays zeigen optional die Instrumentennamen, die Lautstärke und eine künstlerische Interpretation der Stimmgruppen basierend auf der Lautstärke und dem Charakter der einzelnen Stimme.

    Die Idee für das Effekorium stammt aus der Kooperation von Bertron Schwarz Frey und WHITEvoid. Sound-Produktion und -Programmierung durch Aconica.

    Leistungen
    Screen-Design, Java/OpenGL/Shader-Programmierung, Leap-Motion-Tracking, OSC-Netzwerksteuerung und DXM-Lichtsteuerung

  • Interaktive Zeitreise

    Interaktiver Medientisch im Museum für Hamburgische Geschichte, 2012

    Als Teil der neuen Ausstellung »Taktgeber Hafen« führt der interaktive Medientisch durch 1300 Jahre Hamburgische Geschichte. Auf der quadratischen 3,5 qm großen Tischoberfläche können Besucher die Entwicklung der Stadt vom Mittel­alter bis heute erkunden.

    Die Navigation durch die 11 Zeitepochen erfolgt über ein mechanisches Zeitrad. In jedem Zeit­abschnitt sind die wichtigsten städte­baulichen Veränderungen sowie einschneidende historische Ereignisse grafisch verortet, wie zum Beispiel die Sturmflut von 1962 oder der Bau der Speicher­stadt. Die zweisprachigen Inhalte erscheinen an verschiedenen Tischseiten, wodurch die Installation von mehreren Besuchern unabhängig voneinander genutzt werden kann. Die Programmierung wurde im Auftrag von ART+COM (Konzept, Gestaltung und Produktion) entwickelt.

    Interaktiver Medientisch in der Ausstellung
    »Taktgeber Hafen«

    Museum für Hamburgische Geschichte
    Holstenwall 24
    20355 Hamburg

    Leistungen
    Java-, OpenGL/OpenAL-, GLSL-Shader-Programmierung, Software-Edge-blending

    Technik

    • Grafikrechner für Echtzeit-Grafik
    • 2 WUXGA (1920×1200 px) Projektoren
    • Touch-sensible Tischoberfläche (ART+COM)
    • Körperschallwandler

    Fotos: Eva Offenberg, Markus Lerner

  • Solarmodul-Designer

    Interaktive Web-, Touchscreen- und iPad-Anwendung, 2011

    Der Solarmodul-Designer ist ein interaktives Konfigurations-Tool, mit dem Module in den unterschiedlichsten Formen detailliert konfiguriert werden können. Es gibt ihn als Online-Anwendung, als Full-HD-Touchscreen-Installation für Messen und als iPad-App.

    Das Projekt wurde umgesetzt in Zusammenarbeit mit Plural Kilian Krug.

    Da die Herstellung außergewöhnlicher Modulformen vielen Architekten bislang unmöglich erscheint, entwickelten wir für die Odersun AG ein Kommunikations-Werkzeug, das die Fertigungs-Möglichkeiten des Solarherstellers anschaulich vermittelt.

    Die Modul-Entwürfe können als PDF-/CAD-Dateien ausgegeben, in Baupläne integriert und als Vorlagen für die Modulfertigung verwendet werden.

    Awards

    iF_award

    rdda_winner_2011

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    Der Solarmodul-Designer wurde mit dem IF Communication Design Award, dem Red Dot Award und dem European Design Award Bronze ausgezeichnet.

    Leistungen
    Interaction Design, Programmierung in Flash/ActionScript 3, Backend in PHP/MySQL

    Solar Module Designer